Badisch-Südbrasilianische Gesellschaft
 

 

Weltrekord in Brusque

Am 19. April feierte in der Landkreis-Partnerstadt Brusque Walter Orthmann bei bester Gesundheit seinen 99. Geburtstag.
Der rüstige Mann ist 1936, im Alter von 14 Jahren, bei der stadtbekannten Textilfirma Renaux in in ein Arbeitsverhältnis eingetreten. Später ist er in den Vertrieb "seiner Firma" gewechselt und bis heute dort beschäftigt. Da Walter Orthmann auch heute noch fast täglich zur Arbeit geht, kann er auf unglaubliche 85 Jahre Betriebszugehörigkeit und Arbeit zurückblicken. Wahrlich ein kaum zu übertreffender Weltrekord der Superlative.
 
Die Familie Orthmann gehört – wie viele Einwanderer aus dem Bruhrain – zu den 1860 eingewanderten Gründerfamilien Brusques. Walter Orthmanns Urgroßvater Friedrich Orthmann, geboren um 1827 im damals preußischen Solingen, kam mit seiner 28-jährigen Ehefrau Johanna und vier kleinen Kindern (die Jüngsten waren einjährige Zwillinge) mit der ersten, etwa 57 Personen umfassenden Einwanderergruppe am 4. August 1860 in Brusque an. Maximilian Freiherr von Schneeburg war selbst Reiseleiter dieser ersten Einwanderungsgruppe. Von Schneeburg war erster Direktor der zunächst Colónia Itajahy genannten Siedlung am Itajahy mirim (kleiner Itajahy). Schon bald entwickelten sich daraus die Städte Brusque, Guabiruba, Botuverá und Nova Trento. Von Schneeberg gilt als Gründer von Brusque, weil er für seine Siedler den Stadtkern, einschließlich des damaligen Außenbezirks (heute Guabiruba) plante und gestaltete und die Entwicklung Brusques einleitete.


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